Was soll das Schreiben den Kindern und Jugendlichen bringen? Ganz gewiss geht es nicht darum, aus ihnen Nachwuchs-Schriftsteller/innen
zu machen (obgleich sich das durchaus dabei ergeben kann ... )
Das Aufschreiben von Texten, oder ursprünglicher: Das Aufschreiben von Gedanken und Ideen, von Gefühlen und Phantasien, von Erlebnissen und Erfahrungen hilft, sich selbst zu "sortieren" und gewissermaßen seinen eigenen "Stand"-Punkt in der Welt zu orten. Es hilft, sich klar zu werden über das, was in einem vorgeht, ein Ventil zu finden für Gefühle, in eine Form zu bringen, was einen bewegt.
Literatur ist nichts Abgehobenes, das eine objektive Wahrheit oder Wirklichkeit wiedergibt, sondern die Darstellung, Verarbeitung und Umsetzung eigener Probleme und Erlebnisse (oder auch der von anderen Personen) in einem dauernden schöpferischen Prozess. Die Virtualisierung der eigenen Realität kann zu einer neuen Wahrnehmung derselben führen, was in der Zeit der massiven und stürmischen Veränderungen - wie es in der Pubertät geschieht - sehr hilfreich ist.
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eine Herangehensweise ist das Spielerische. Ich nutze die Lust am Ausdenken, Spinnen und Phantasieren, die in
den meisten Kindern und Jugendlichen steckt, um über scheinbaren Nonsens unvermittelt bei ernsthaften Texten
zu landen.
Es geht mir um die Lust der Herstellung von Geschichten, um die Lust beim Schreibprozess, der selbst zum Erlebnis wird. Da die Herkunft der Teilnehmer und die Zusammensetzung der Gruppe völlig offen und unbekannt ist, kann und will ich als Moderatorin/Leiterin der Schreibwerkstatt nicht von vornherein Vorgaben machen, sondern im Dialog mit den Teilnehmern herausfinden, in welche Richtung wir uns bewegen werden.
Ich biete zwei Möglichkeiten an:
Hierbei handelt es sich um eine Art Mini-Workshop. Mein Hauptanliegen ist, Kinder zum Phantasieren und Selberschreiben
anzuregen. Wir erfinden gemeinsam eine Geschichte (mündlich). Es zeigt sich rasch, dass Kinder eine blühende
Phantasie haben - auch wenn sie manchmal verschüttet zu sein scheint. Diese "Phantasie-Stunde" sollte
Anstoß zum Fortführen im weiteren Unterricht sein (z.B. Gestaltung eines Comics oder Bilderbuchs).
Mögliche Themen:
Das Erfinden von Geschichten, das Ausdenken phantastischer Situationen, das Jonglieren mit Wörtern kommt im
Schulalltag leider viel zu kurz. Die meisten Kinder, vor allem ältere, blocken erst mal ab, wenn es ans Schreiben
geht. Mit Hilfe einfacher Wort- und Schreibspiele kann man sie jedoch verlocken, ihrer Phantasie auch schriftlich
freien Lauf zu lassen. Am Anfang stehen Gruppentexte. Je nach der zur Verfügung stehenden Zeit werden danach
auch Einzelarbeiten angefertigt. Wichtig ist, den Kindern am Schluss wirklich etwas "in die Hand" zu geben,
das sie selbst anschauen und zu Hause vorzeigen können.
Mögliche Themen: